Der eigenen Sucht auf die Schliche kommen
Internet-Sucht kommt langsam und unaufhaltsam – ehe man es selbst merkt, verbringt man jede Stunde zwischen Aufstehen und Einschlafen im weltweiten Netz, zwischen Instant-Chat-Fenstern, Nachrichten-Seiten und neusten Gadgets.
In der Wissenschaft ist diese Sucht noch relativ unberührt geblieben, es gibt hier den Begriff ‚Mobile and Internet Syndrome‘ – also Handy- und Internet-Abhängigkeit. Wann ist man jedoch wirklich süchtig?
Je nach Alter trifft die Sucht auf unterschiedliche Schwerpunkte. Jüngere Surfer verlieren sich oft wochen-, monate- oder jahrelang in den unbegrenzten Welten von World of Warcraft oder anderen Massive Multiplayer Online Games (MMOG), während ältere Surfer sich mit einem ähnlichen Zeitaufwand in Kommunikationsforen aufhalten. Die Folgen sind jedoch bei beiden Gruppen ähnlich: Soziale Isolation, Vernachlässigung von Schule & Beruf, körperlicher Niedergang durch zu wenig / viel Essen und zu wenig Bewegung.
- Ein Test für Eltern, ob ihre Kinder gefährdet sind:
Doch selbst wer nicht süchtig ist, verbringt oft eine erstaunlich lange Zeit im Netz. Das kleine Programm ‚Mousometer‘ beispielsweise verrät einem die mit der Maus zurückgelegte Strecke. Ich bin heute schon 800 Meter mit meiner Maus unterwegs… Oder das ‚Pageaddict‘-Addon für den Firefox-Browser misst die verbrachte Zeit auf bestimmten Seiten – ich habe heute meinen Browser bereits 8 Stunden und 10 Minuten laufen. Vielleicht sollte ich nun doch mal etwas an die frische Luft…




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