Immer mehr Menschen sind regelmäßig mit ihren mobilen Alltagshelfern im Internet unterwegs, schreiben Emails oder genießen Online-Inhalte direkt auf dem Display. Dies freut zwar die rechnungsschreibenden Kommunikationsanbieter, doch langsam reicht das vorhandene UMTS-Netz für die Anforderungen einfach nicht mehr aus.
UMTS bietet zurzeit maximal 7,2 Megabit pro Sekunde – die sogenannte HSDPA Version – und da kann es bei vielen internetaffinen Nutzern in einer Funkzelle schon mal zum virtuellen Stau kommen. Abhilfe verspricht nun LTE (Long Term Evolution), das von T-Mobile und dem Netzwerkausrüster Nortel Networks live vorgeführt und getestet wurde. Trotz Autobahnfahrt und fliegendem Wechsel zwischen zwei Funkzellen gab es keine merkbaren Auswirkungen auf zwei laufende HDTV-Fernsehübertragungen und eine HDTV-Videokonferenz! Dies liegt vor allem an den höheren Datenübertragungsgeschwindigkeiten von LTE, es sollen bis zu 170 Mbit pro Sekunde werden. Auch die Reaktionszeiten des Netzes sind mit 25 bis 100 Millisekunden schnell.
Die neue Technologie ist jedoch nicht nur schneller, sie soll durch direktere und simplere Technik auch günstiger im Aufbau sein. Gerade ländliche Gebiete dürften hiervon profitieren, da hier die UMTS-Netze oftmals nicht rentabel waren. Die ersten funktionsfähigen LTE Netze werden 2010 erwartet.




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